Mittwoch, 15. Juli 2009
Paradise Lost: Erste Kostprobe vom neuen Album
am Mittwoch, 15. Juli 2009, 04:32 im Topic 'Musik'
Die britische Metal-Legende Paradise Lost streamt mit ,,As Horizons end" auf ihrer myspace-Seite das erste Lied von ihrem am 28. September erscheinenden, neuen Studioalbum ,,Faith divides us, death unites us".
Hier klicken zum Reinhören: http://www.myspace.com/paradiselostuk
Erster Eindruck:
Eines der besten Paradise Lost-Lieder seit ,,Draconian Times" - und damit seit ganzen 14 Jahren! Die siebensaitigen Gitarren klingen schön doomig-wuchtig und auch Nick Holmes Gesang hört sich wieder enthusiastischer als auf den letzten Studioalben an.
Sollte das gesamte neue Album diesen Standard halten können, könnten die Briten vielleicht wirklich noch einmal an ihre Glanzzeiten in den frühen bzw. Mittneunzigern anknüpfen.
Hier klicken zum Reinhören: http://www.myspace.com/paradiselostuk
Erster Eindruck:
Eines der besten Paradise Lost-Lieder seit ,,Draconian Times" - und damit seit ganzen 14 Jahren! Die siebensaitigen Gitarren klingen schön doomig-wuchtig und auch Nick Holmes Gesang hört sich wieder enthusiastischer als auf den letzten Studioalben an.
Sollte das gesamte neue Album diesen Standard halten können, könnten die Briten vielleicht wirklich noch einmal an ihre Glanzzeiten in den frühen bzw. Mittneunzigern anknüpfen.
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Dienstag, 23. Juni 2009
Hellfest 2009
am Dienstag, 23. Juni 2009, 18:05 im Topic 'Musik'
Wie schon im Vorjahr führte der Weg auch diesen Juni wieder nach Clisson im Westen Frankreichs, wo vom 19.-21. des Monats zum vierten Mal das Hellfest stattfand.
Ein wenig größer war es geworden, statt der 15.000 Drei-Tages-Karten des Vorjahres hatte man 2009 20.000 Karten verkauft und bewarb das Festival als das „biggest Metal Event ever to hit France“. Trotzdem konnte man sich (dieses Jahr noch?) die familiäre Atmosphäre bewahren.
Das Line-Up versprach wie gewohnt wieder etliche Leckerbissen und einige selten in unseren Breitengraden spielende Bands, insgesamt 107 auf 4 Bühnen an drei Tagen. Man konnte also kaum alles sehen, was man vielleicht doch mal ganz gerne sehen wollte, sondern musste bei einigen zeitlichen Überschneidungen und dem heißen, kräftezehrenden Wetter ganz klar Prioritäten setzen.

(Bild: Panorama Hellfest-Hauptbühnen)
Freitag, 19. Juni
Deströyer 666 überzeugten im großen Rock Hard-Tent am Freitag Nachmittag mit ihrem leicht angeschwärzten Thrash, ließen auch alte Granaten wie „Australian and Anti-Christ“ vom 97er-Debüt „Unchain the Wolves“ nicht aus.
Ebenfalls in diesem 6000 Leute fassenden Zelt boten Samael (zeitgleich zu Voivod auf der Hauptbühne) eine ansprechende Vorstellung, spielten mit „Rain“, dem obligatorischen „Baphomet's Throne“ und dem Uralt-Black Metal-Gottlied „Into the Pentagram“ einiges aus ihren frühen, wirklich guten Tagen.

(Bild: Samael)
Die US-Doom-Urväter Pentagram mussten ihren Auftritt zum Leidwesen vieler Anwesender absagen, aber der sehr gelungene, lässige Auftritt der anderen Doom-Götter Saint Vitus später am Abend entschädigte dafür, die Perle „Born too late“ gab es dabei als letztes Lied.
Entombed verbreiteten ab 20 Uhr mit ihrem Death 'n Roll gute Laune im Rock Hard-Zelt, zur Freude vieler Alt-Fans gab es mit „Crawl“, „Supposed to rot“ oder „Revel in Flesh“ auch für die Anhänger der beiden ersten klassischen Death Metal-Alben genug Futter.
Kurz vor 23 Uhr gaben sich Heaven & Hell die Ehre, die Black Sabbath-Ausgabe mit Dio, die man hinter den unsäglichen, völlig langweiligen Mötley Crüe (tut mir leid, aber diese Gruppe ist echt nicht mein Fall) unverständlicherweise nur als Co-Headliner platzierte. Die alten Herren aus England boten eine unglaublich packende Show – die mit einer genialen Version von „Heaven and Hell“ gekrönt wurde – und waren in meinen Augen die mit Abstand beste Band des Festivals.

(Bild: Heaven & Hell)
Setlist Heaven & Hell:
The Mob Rules
Children of the Sea
I
Bible Black
Time Machine
Fear
Falling off the Edge of the World
Die young
Heaven and Hell
Samstag, 20. Juni
Der Samstag brachte nach dem obligatorischen Gang zum Supermarkt zwecks Eindeckung mit Futter und Bierchen zunächst am Nachmittag wieder einige Knüppelbands im Zelt, so etwa die polnischen Deather Vader oder die norwegischen Black-Thrasher Aura Noir; hörbar von Bathory, Celtic Frost und alten Sodom beeinflusst – nur leider nicht so gut wie die Originale.
Bei Soulfly wurde es voll vor der Hauptbühne, bezeichnend war jedoch, dass die eingebauten Sepultura-Nummern, allen voran „Refuse/ Resist“, die größten Begeisterungsstürme im Publikum verursachten.
Die innovativen französischen Death Metaller Gojira, die bis auf das letzte, etwas schwächere Album „The Way of all Flesh“ auf Tonträger immer überzeugten und zudem den Ruf einer starken Live-Band besitzen, boten einen ganz ordentlichen Auftritt, dem aber dann doch das gewisse Etwas fehlte und man sich fragen musste, wo denn bitte besagter Ruf her rührt.
Mit den Misfits – oder dem was noch davon übrig ist – folgte dann eine der großen Enttäuschungen des Festivals. Ein Männchen übrig von der Original-Besetzung, insgesamt drei Männchen, die irgendwie hilflos auf einer zu großen Bühne standen. Achja, der Klang war auch alles andere als gut...
Immerhin folgte direkt danach mit Machine Head wieder eine Gruppe, die zu überzeugen wusste. Energiegeladen gab es während einer Stunde einen recht ausgeglichenen Querschnitt durch alle Bandphasen, auch „Ten ton hammer“ und die Bandhymne „Davidian“ fehlten nicht.

(Bild: Machine Head)
Zu dem für ein Metal-Festival sehr unpassenden Samstags-Headliner Marilyn Manson muss man nur eines sagen: Hoffentlich merken sich die Veranstalter diese Massenflucht nach den ersten paar Minuten des Auftritts und verzichten für 2010 auf die Buchung solcher und ähnlicher (Papa Roach am Vortag) völlig belangloser Modekacke, die noch dazu ihre „Hochphase“ schon lange hinter sich hat.
Sonntag, 21.Juni
Volbeat spielten schon um 13:40 Uhr auf der zweiten Hauptbühne, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Es gab Lieder von allen drei Alben und zum Schluß spielte man dann noch ganz lässig Slayer an. Starke Sache, diese 40 Minuten!

(Bild: Volbeat)
Im Anschluss gesehen, aber nichts wirklich hängen geblieben: Wolves in the Throne Room (machten optisch als auch akustisch wenig her, gefielen mir auf Scheibe wesentlich besser) und Kataklysm (intrumental gut, aber der Gesang war sehr schwach, das soll Death Metal sein?).
Moonspell waren solide, spielten leider viel Kram der letzten Alben, aber dann immerhin irgendwann das sehnsüchtig erwartete „Alma Mater“. Lieder von der ersten EP gab es wie
Bei Amon Amarth gegen 0 Uhr platzte das Zelt dann fast aus allen Nähten, selbst die Masten des Zeltes wurden (bis in sehr luftige Höhen) beklettert. Leider spielte man gar nichts von den ersten Alben, dafür sehr viel vom aktuellen „Twilight of the Tunder God“. Trotzdem ein guter Auftritt mit einer nicht zuletzt aufgrund der rappelvollen Zeltes packenden Atmosphäre.

(Bild: Volles Zelt bei Amon Amarth)
Um 1 Uhr nachts dann kam mit Manowar der große Headliner und mehr als ein Dutzend Fahnen und zehntausend Menschen hatten sich vor der Hauptbühne versammelt. Nach dem Intro ging es wie immer mit „Manowar“ los. Es folgten dann u.a. „Kill with Power“, „Kings of Metal“, „Fast Taker“, „Hail and Kill“, dazu wirklich verrückt-lustige DeMaio-Ansagen und Monologe zu Thema Manowar, „Death to Infidels“ usw., es gab den Gast-Gitarristen aus dem Publikum, der das Maowar T-Shirt übergezogen bekam und so zum „True Metal Warrior“ wurde. Man überreicht dem Veranstalter des Hellfests ein Geschenk in Form zweier Stahlkugeln, weil er als einziger die ,,Balls of Steel hatte, to bring Manowar back to France“. Recht amüsant. Ja, und irgendwann gab es auch noch mal wieder ein wenig Musik und mit „The Crown and the Ring“ und nettem Feuerwerk beendete man um 3 Uhr nachts nach zwei Stunden einen gelungenen Auftritt bei einem ebenso gelungenen Festival. Leider fehlten persönliche Lieblingsnummern wie „Battle Hymns“ oder „Thor (the Powerhead)“, aber man kann ja auch nicht alles haben.

(Bild: Feuerwerk Manowar)
Fazit:
Das Hellfest ist noch weit davon entfernt, ähnlich überlaufen und kommerzialisiert wie Wacken zu sein, aber erste Schritte in diese Richtung beginnen sich abzuzeichnen (Electric Circus Tent mit Strip-Show, Monster Ball of Steel usw., dazu dieses Jahr erstmalig wirkliche Mainstream-Gruppen wie Marilyn Mason, Papa Roach). Wenn das Festival weiter wächst, wird zwangsläufig in ein paar Jahren der Punkt erreicht sein, wo es zu groß wird.
Viele Gruppen, die ich mir gerne angeschaut hätte (WASP, Repulsion, Enslaved, Orange Goblin, Electric Wizard, Cathedral usw.) konnte ich leider aus Überschneidungs- und/oder Erschöpfungsgründen nicht sehen. Mehr als sechs, maximal sieben Bands pro Tag zu schauen, ist kaum machbar.
Der absolute musikalische Höhepunkt waren Heaven & Hell, eigentlich sollte ich Black Sabbath sagen, gefolgt von Saint Vitus, Manowar, Machine Head, Entombed, Amon Amarth, Volbeat und Samael.
Für 2010 sind bisher schon Immortal angekündigt. Wird es insgesamt ähnlich stark wie 2008 und 2009, werden wir sicherlich kommenden Juni wieder gen Clisson aufbrechen.
Ein wenig größer war es geworden, statt der 15.000 Drei-Tages-Karten des Vorjahres hatte man 2009 20.000 Karten verkauft und bewarb das Festival als das „biggest Metal Event ever to hit France“. Trotzdem konnte man sich (dieses Jahr noch?) die familiäre Atmosphäre bewahren.
Das Line-Up versprach wie gewohnt wieder etliche Leckerbissen und einige selten in unseren Breitengraden spielende Bands, insgesamt 107 auf 4 Bühnen an drei Tagen. Man konnte also kaum alles sehen, was man vielleicht doch mal ganz gerne sehen wollte, sondern musste bei einigen zeitlichen Überschneidungen und dem heißen, kräftezehrenden Wetter ganz klar Prioritäten setzen.

(Bild: Panorama Hellfest-Hauptbühnen)
Freitag, 19. Juni
Deströyer 666 überzeugten im großen Rock Hard-Tent am Freitag Nachmittag mit ihrem leicht angeschwärzten Thrash, ließen auch alte Granaten wie „Australian and Anti-Christ“ vom 97er-Debüt „Unchain the Wolves“ nicht aus.
Ebenfalls in diesem 6000 Leute fassenden Zelt boten Samael (zeitgleich zu Voivod auf der Hauptbühne) eine ansprechende Vorstellung, spielten mit „Rain“, dem obligatorischen „Baphomet's Throne“ und dem Uralt-Black Metal-Gottlied „Into the Pentagram“ einiges aus ihren frühen, wirklich guten Tagen.

(Bild: Samael)
Die US-Doom-Urväter Pentagram mussten ihren Auftritt zum Leidwesen vieler Anwesender absagen, aber der sehr gelungene, lässige Auftritt der anderen Doom-Götter Saint Vitus später am Abend entschädigte dafür, die Perle „Born too late“ gab es dabei als letztes Lied.
Entombed verbreiteten ab 20 Uhr mit ihrem Death 'n Roll gute Laune im Rock Hard-Zelt, zur Freude vieler Alt-Fans gab es mit „Crawl“, „Supposed to rot“ oder „Revel in Flesh“ auch für die Anhänger der beiden ersten klassischen Death Metal-Alben genug Futter.
Kurz vor 23 Uhr gaben sich Heaven & Hell die Ehre, die Black Sabbath-Ausgabe mit Dio, die man hinter den unsäglichen, völlig langweiligen Mötley Crüe (tut mir leid, aber diese Gruppe ist echt nicht mein Fall) unverständlicherweise nur als Co-Headliner platzierte. Die alten Herren aus England boten eine unglaublich packende Show – die mit einer genialen Version von „Heaven and Hell“ gekrönt wurde – und waren in meinen Augen die mit Abstand beste Band des Festivals.

(Bild: Heaven & Hell)
Setlist Heaven & Hell:
The Mob Rules
Children of the Sea
I
Bible Black
Time Machine
Fear
Falling off the Edge of the World
Die young
Heaven and Hell
Samstag, 20. Juni
Der Samstag brachte nach dem obligatorischen Gang zum Supermarkt zwecks Eindeckung mit Futter und Bierchen zunächst am Nachmittag wieder einige Knüppelbands im Zelt, so etwa die polnischen Deather Vader oder die norwegischen Black-Thrasher Aura Noir; hörbar von Bathory, Celtic Frost und alten Sodom beeinflusst – nur leider nicht so gut wie die Originale.
Bei Soulfly wurde es voll vor der Hauptbühne, bezeichnend war jedoch, dass die eingebauten Sepultura-Nummern, allen voran „Refuse/ Resist“, die größten Begeisterungsstürme im Publikum verursachten.
Die innovativen französischen Death Metaller Gojira, die bis auf das letzte, etwas schwächere Album „The Way of all Flesh“ auf Tonträger immer überzeugten und zudem den Ruf einer starken Live-Band besitzen, boten einen ganz ordentlichen Auftritt, dem aber dann doch das gewisse Etwas fehlte und man sich fragen musste, wo denn bitte besagter Ruf her rührt.
Mit den Misfits – oder dem was noch davon übrig ist – folgte dann eine der großen Enttäuschungen des Festivals. Ein Männchen übrig von der Original-Besetzung, insgesamt drei Männchen, die irgendwie hilflos auf einer zu großen Bühne standen. Achja, der Klang war auch alles andere als gut...
Immerhin folgte direkt danach mit Machine Head wieder eine Gruppe, die zu überzeugen wusste. Energiegeladen gab es während einer Stunde einen recht ausgeglichenen Querschnitt durch alle Bandphasen, auch „Ten ton hammer“ und die Bandhymne „Davidian“ fehlten nicht.

(Bild: Machine Head)
Zu dem für ein Metal-Festival sehr unpassenden Samstags-Headliner Marilyn Manson muss man nur eines sagen: Hoffentlich merken sich die Veranstalter diese Massenflucht nach den ersten paar Minuten des Auftritts und verzichten für 2010 auf die Buchung solcher und ähnlicher (Papa Roach am Vortag) völlig belangloser Modekacke, die noch dazu ihre „Hochphase“ schon lange hinter sich hat.
Sonntag, 21.Juni
Volbeat spielten schon um 13:40 Uhr auf der zweiten Hauptbühne, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Es gab Lieder von allen drei Alben und zum Schluß spielte man dann noch ganz lässig Slayer an. Starke Sache, diese 40 Minuten!

(Bild: Volbeat)
Im Anschluss gesehen, aber nichts wirklich hängen geblieben: Wolves in the Throne Room (machten optisch als auch akustisch wenig her, gefielen mir auf Scheibe wesentlich besser) und Kataklysm (intrumental gut, aber der Gesang war sehr schwach, das soll Death Metal sein?).
Moonspell waren solide, spielten leider viel Kram der letzten Alben, aber dann immerhin irgendwann das sehnsüchtig erwartete „Alma Mater“. Lieder von der ersten EP gab es wie
Bei Amon Amarth gegen 0 Uhr platzte das Zelt dann fast aus allen Nähten, selbst die Masten des Zeltes wurden (bis in sehr luftige Höhen) beklettert. Leider spielte man gar nichts von den ersten Alben, dafür sehr viel vom aktuellen „Twilight of the Tunder God“. Trotzdem ein guter Auftritt mit einer nicht zuletzt aufgrund der rappelvollen Zeltes packenden Atmosphäre.

(Bild: Volles Zelt bei Amon Amarth)
Um 1 Uhr nachts dann kam mit Manowar der große Headliner und mehr als ein Dutzend Fahnen und zehntausend Menschen hatten sich vor der Hauptbühne versammelt. Nach dem Intro ging es wie immer mit „Manowar“ los. Es folgten dann u.a. „Kill with Power“, „Kings of Metal“, „Fast Taker“, „Hail and Kill“, dazu wirklich verrückt-lustige DeMaio-Ansagen und Monologe zu Thema Manowar, „Death to Infidels“ usw., es gab den Gast-Gitarristen aus dem Publikum, der das Maowar T-Shirt übergezogen bekam und so zum „True Metal Warrior“ wurde. Man überreicht dem Veranstalter des Hellfests ein Geschenk in Form zweier Stahlkugeln, weil er als einziger die ,,Balls of Steel hatte, to bring Manowar back to France“. Recht amüsant. Ja, und irgendwann gab es auch noch mal wieder ein wenig Musik und mit „The Crown and the Ring“ und nettem Feuerwerk beendete man um 3 Uhr nachts nach zwei Stunden einen gelungenen Auftritt bei einem ebenso gelungenen Festival. Leider fehlten persönliche Lieblingsnummern wie „Battle Hymns“ oder „Thor (the Powerhead)“, aber man kann ja auch nicht alles haben.

(Bild: Feuerwerk Manowar)
Fazit:
Das Hellfest ist noch weit davon entfernt, ähnlich überlaufen und kommerzialisiert wie Wacken zu sein, aber erste Schritte in diese Richtung beginnen sich abzuzeichnen (Electric Circus Tent mit Strip-Show, Monster Ball of Steel usw., dazu dieses Jahr erstmalig wirkliche Mainstream-Gruppen wie Marilyn Mason, Papa Roach). Wenn das Festival weiter wächst, wird zwangsläufig in ein paar Jahren der Punkt erreicht sein, wo es zu groß wird.
Viele Gruppen, die ich mir gerne angeschaut hätte (WASP, Repulsion, Enslaved, Orange Goblin, Electric Wizard, Cathedral usw.) konnte ich leider aus Überschneidungs- und/oder Erschöpfungsgründen nicht sehen. Mehr als sechs, maximal sieben Bands pro Tag zu schauen, ist kaum machbar.
Der absolute musikalische Höhepunkt waren Heaven & Hell, eigentlich sollte ich Black Sabbath sagen, gefolgt von Saint Vitus, Manowar, Machine Head, Entombed, Amon Amarth, Volbeat und Samael.
Für 2010 sind bisher schon Immortal angekündigt. Wird es insgesamt ähnlich stark wie 2008 und 2009, werden wir sicherlich kommenden Juni wieder gen Clisson aufbrechen.
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Sonntag, 7. Juni 2009
Terminator - Die Erlösung: Ein Selbstporträt
am Sonntag, 7. Juni 2009, 15:12 im Topic 'Bewegte Bilder'
Mit „Terminator – Die Erlösung“ kam dieser Tage ein weiterer Teil der offenbar endlosen Filmreihe „Seelenloses Effektkino des 21. Jahrhunderts“ in die Lichtspielhäuser.
Nach einem grandiosen ersten, einem guten zweiten und einem äußerst misslungenen dritten Teil setzt sich die Abwärtsspirale der Terminator-Reihe im vierten weiter fort: Kaum Handlung oder glaubwürdige Charaktere, reihenweise Logiklöcher, kein Funken der apokalyptischen, bedrohlichen Atmosphäre von T1 und T2, ja selbst die bloßen Schauwerte (bspw. in Form peinlicher, neuer Terminatoren-Modelle, die eher bei „Transformers“ geklaut zu sein scheinen) wissen nicht zu überzeugen.
Nach ähnlichen herben Enttäuschungen wie bspw. der 2008er Indiana Jones-Fortsetzung oder den letzten James Bond-Filmchen stellt sich beinahe unausweichlich die Frage, ob das Kino des dritten Jahrtausends bis auf verschwindend wenige Ausnahmen überhaupt noch dazu fähig ist, wirklich gute, intelligente, wegweisende Film MIT HERZ zu erschaffen.
Aber naja, offenbar ist das gar nicht mehr nötig, die Vergnügungssüchtigen fressen wie man sieht ja auch den inhaltsleeren CGI-Müll. Das Geld wird in die Kassen gespült, also warum sollte man etwas ändern? Und so lässt man weiterhin untalentierte Videoclip-Möchtegern-Regisseure mit gehypten, völlig verwässerten Schauspielern durch unsägliche Sequels geniale Werke der Filmgeschichte vergewal....in den Dreck ziehen oder wahlweise satte, fettgefressene Altregisseure den 97. lahmen Aufguss nach Schema F runterkurbeln.
Die heutige Filmindustrie hat sich in der neuesten Fortführung eines ihrer berühmtesten Werke ganz augenscheinlich selbst porträtiert: Skynet, dass seine seelenlosen Kreationen am Fließband erschafft und ausschickt, die Welt der beseelten Menschen zu vernichten.
Gibt es noch Widerstand da draußen?
Nach einem grandiosen ersten, einem guten zweiten und einem äußerst misslungenen dritten Teil setzt sich die Abwärtsspirale der Terminator-Reihe im vierten weiter fort: Kaum Handlung oder glaubwürdige Charaktere, reihenweise Logiklöcher, kein Funken der apokalyptischen, bedrohlichen Atmosphäre von T1 und T2, ja selbst die bloßen Schauwerte (bspw. in Form peinlicher, neuer Terminatoren-Modelle, die eher bei „Transformers“ geklaut zu sein scheinen) wissen nicht zu überzeugen.
Nach ähnlichen herben Enttäuschungen wie bspw. der 2008er Indiana Jones-Fortsetzung oder den letzten James Bond-Filmchen stellt sich beinahe unausweichlich die Frage, ob das Kino des dritten Jahrtausends bis auf verschwindend wenige Ausnahmen überhaupt noch dazu fähig ist, wirklich gute, intelligente, wegweisende Film MIT HERZ zu erschaffen.
Aber naja, offenbar ist das gar nicht mehr nötig, die Vergnügungssüchtigen fressen wie man sieht ja auch den inhaltsleeren CGI-Müll. Das Geld wird in die Kassen gespült, also warum sollte man etwas ändern? Und so lässt man weiterhin untalentierte Videoclip-Möchtegern-Regisseure mit gehypten, völlig verwässerten Schauspielern durch unsägliche Sequels geniale Werke der Filmgeschichte vergewal....in den Dreck ziehen oder wahlweise satte, fettgefressene Altregisseure den 97. lahmen Aufguss nach Schema F runterkurbeln.
Die heutige Filmindustrie hat sich in der neuesten Fortführung eines ihrer berühmtesten Werke ganz augenscheinlich selbst porträtiert: Skynet, dass seine seelenlosen Kreationen am Fließband erschafft und ausschickt, die Welt der beseelten Menschen zu vernichten.
Gibt es noch Widerstand da draußen?
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Sonntag, 31. Mai 2009
Das Stigma des Verlierers
am Sonntag, 31. Mai 2009, 03:01 im Topic 'Leibesuebungen'
Zum DFB-Pokalfinale 2009: Bayer Leverkusen - Werder Bremen (0:1)
Der Verein der milchgesichtigen, blondierten Tucken, der sich in seiner krankhaften Selbstüberschätzung für eine der deutschen Fußballgrößen hält, hat seinem ohnehin schon felsenfest zementierten Ruf als Verlierer, als ewiger Zweiter wieder einmal alle Ehre gemacht. So krönte man eine äußerst schwache Saison mit einer ebenso dürftigen Vorstellung bzw. einer Niederlage im DFB-Pokalfinale. In etwa die gefühlte 17. Niederlage im 17. wichtigen Spiel.
Immerhin ist es absehbar, dass das peinliche, an Hybris grenzende Gebahren von wegen „Die Macht am Rhein" spätestens in der nächsten Saison, wenn man sich in der Tabelle hinter dem wahren Träger dieses Titels, dem 1.FC Köln, wiederfindet, ein klägliches Ende haben wird.
Der Verein der milchgesichtigen, blondierten Tucken, der sich in seiner krankhaften Selbstüberschätzung für eine der deutschen Fußballgrößen hält, hat seinem ohnehin schon felsenfest zementierten Ruf als Verlierer, als ewiger Zweiter wieder einmal alle Ehre gemacht. So krönte man eine äußerst schwache Saison mit einer ebenso dürftigen Vorstellung bzw. einer Niederlage im DFB-Pokalfinale. In etwa die gefühlte 17. Niederlage im 17. wichtigen Spiel.
Immerhin ist es absehbar, dass das peinliche, an Hybris grenzende Gebahren von wegen „Die Macht am Rhein" spätestens in der nächsten Saison, wenn man sich in der Tabelle hinter dem wahren Träger dieses Titels, dem 1.FC Köln, wiederfindet, ein klägliches Ende haben wird.
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Donnerstag, 28. Mai 2009
Je älter, desto besser
am Donnerstag, 28. Mai 2009, 16:45 im Topic 'Musik'
Nachfolgend möchte ich ein paar Gedanken darüber loswerden, warum der als Überschrift dienende Spruch im Bereich der schwermetallischen Musik nur zu oft zutrifft.
Fangen wir einleitend mit einem allgemeinen Beispiel an: Eine einstmals relativ gute, relativ extreme Band wird immer zugänglicher, massentauglicher, erschließt sich neue Hörerkreise. Bis hierhin nicht wirklich schlimm, sollen sie (gut, es stört mich schon ein wenig, weil ich a) dann nicht mehr auf guten neuen Stoff von besagter Gruppe hoffen kann und b) ich irgendwie das Gefühl habe, dass sie mir ,,fremdgehen"...oder anders, der kleine Baggersee, den ich einst für mich alleine hatte, nun von etlichen anderen entdeckt und mitgenutzt wird und er dadurch seinen alten Charme verliert (sollte klar sein, was gemeint ist).
Was ich darüber hinaus ignorant finde, ist, wenn die neuen Besucher des Baggersees respektive ,,Neu-Fans" dann auch noch hingehen und behaupten, wie viel besser doch auch das neue Zeug im Vergleich zum alten, rumpeligen Müll ist. Man sollte die Altwerke alleine deshalb in Ehren halten, weil sie erst der Grundstein waren und wir alle die Band ohne diese Alben erst gar nicht kennen würden. Weil sie darüber hinaus Alben waren, die Vorreiterfunktion besaßen, einmalig waren - welches Album kann das heutzutage noch von sich behaupten? Die Zeit, in der solche Alben entstanden, ist vorbei. Heutzutage ist alles schon einmal dagewesen und alles somit nur noch ein mal mehr, mal weniger guter Aufguss.
Und ist es in der Tat so schwer zu sehen, dass die ersten Scheiben einer Metal-Band - speziell im härteren Bereich - in 95% der Fälle immer die besten/wegweisendsten/enthusiastischsten/usw. sind?
In den Anfangstagen sind vielleicht die spielerischen Fähigkeiten einer Band noch nicht so berauschend, aber der absolute Enthusiasmus gleicht das mehr als aus - ich nenne es so gerne den ,,Spirit der Anfänge". Klar können Bands auch noch nach zehnjährigem Bestehen starke Alben veröffentlichen, aber in aller Regel kommen diese nicht an Album eins, zwei, drei heran. Ich könnte hier jetzt unzählige Beispiele dafür nennen, aber ich versuche es einmal mit einigen wenigen:
• Bathory: Die wirklich guten Alben („Under the sign of the black Mark“, „Blood, fire, death“, „Blood on ice“, „Hammerheart“) sind alle in den Achtzigern bzw. frühen Neunzigern aufgenommen wurden, die neueren Alben waren ja dann nicht mehr so der Knaller
• Darkthrone: „A blaze in the northern sky“ und „Under a funeral moon“ sind Black Metal-Geschichte, danach gabs zwar auch noch gute Alben, aber die genannten sind unereicht (ja, mir gefallen auch die neuesten Darkthrone-Scheiben, trotzdem)
• Dimmu Borgir: „For all tid“ und „Stormblast“ waren zwei großartige Werke des atmosphärischen Black Metals, danach verwässert...
• Entombed: „Left hand Path“ und „Clandestine“ sind absolute Referenzwerke - was danach kam, konnte nicht mithalten (auch wenns gute Musik ist...)
• Enslaved: „Hordanes Land“, „Vikingligr Veldi“ und „Frost“ sind Klassiker - was danach kam, konnte nicht mithalten (Finden wirklich Leute Alben wie „Isa“ oder „Ruun“ gut?)
• Impaled Nazarene: „Tol cormpt norz norz norz“, „Ugra Karma“ und für die aufgeschlossenen auch „Suomi Finland Perkele“ sind die Werke, kam danach noch irgendwas Nennenswertes?
• Katatonia: Einst genialster Black/Death-Doom („Dance of December souls“), heutzutage Melo-Rock/Pop für Emos...ohne Worte (jaja, ist heute große Kunst, die sich mir als engstirnigem Musikfaschisten einfach nicht erschließt. Aber ich gebe zu: „Cold Ways" von der „Discouraged Ones“ hatte was - aber das war 1998 wohl noch die letzte Nachwehe der genialen Anfänge.)
• Metallica: „Kill em all“ voller Enthusiasmus, danach noch drei (sehr) gute Alben - und nun seit 20 Jahren Ebbe (jaja, „Death Magnetic“...höchstens ein halbwegs gelungener Aufguss)
• My dying Bride: „As the flower withers“ und die EPs waren stark, „Turn loose the swans“ das Überalbum - und heutzutage liefert man im Zwei-Jahres-Rhythmus immer wieder einen lauwarmen Aufguss davon ab.
• Paradise Lost: „Gothic“, „Shades of God“ und „Icon“ waren genredefinierende Meilensteine, nun ist man seit 14 Jahren damit beschäftigt, sich selbst wiederzufinden
• Satyricon: „Dark medieval times“ und mit leichten Abstrichen „The Sadowthrone“ waren zwei äußerst starke Werke, heute fabriziert man stumpfe, identitätslose Einheitskost, die mit der alten Attitüde so gar nichts mehr gemein hat.
• Slayer: siehe Metallica
• Sodom: „Obsessed by Cruelty”, „Persecution Mania”, „Agent Orange” - was danach kam...
• Type O Negative: „Slow, deep and hard“ war genial, „Bloody Kisses“ hatte auch irgendwas - was danach kam, war zwar ordentlich, aber wirklich brauchen tut man es nicht mehr.
und und und...
Warum aber ist das nur (m)ein subjektiver Eindruck, warum bevorzugen im Metal-Bereich einige die ersten Alben einer Band, andere wiederum die neueren? Ich denke, die Antwort ist relativ einfach: Manche möchten einfach nur von (guter) Musik unterhalten werden, anderen ist der Geist, der ,,Spirit" in der Musik eben auch sehr wichtig oder sogar das Wichtigste. Diejenigen, die unfähig sind, diesen Geist, der in der Musik lebt, zu spüren, denen gefällt dann eben das Neue, sauber produzierte, glatt geschliffene Neue weitaus besser.
Es hat wohl zudem viel mit dem Lebensalter, in dem man gewisse Alben entdeckt hat. Das Zeug, das man mit 15, 16, 17, 18 oder 19 Jahren gehört hat, das prägt einen und damit verbindet man zudem so viele Dinge, eine spannende und wilde Zeit - und diese Scheiben waren eben der Soundtrack dazu.
Fangen wir einleitend mit einem allgemeinen Beispiel an: Eine einstmals relativ gute, relativ extreme Band wird immer zugänglicher, massentauglicher, erschließt sich neue Hörerkreise. Bis hierhin nicht wirklich schlimm, sollen sie (gut, es stört mich schon ein wenig, weil ich a) dann nicht mehr auf guten neuen Stoff von besagter Gruppe hoffen kann und b) ich irgendwie das Gefühl habe, dass sie mir ,,fremdgehen"...oder anders, der kleine Baggersee, den ich einst für mich alleine hatte, nun von etlichen anderen entdeckt und mitgenutzt wird und er dadurch seinen alten Charme verliert (sollte klar sein, was gemeint ist).
Was ich darüber hinaus ignorant finde, ist, wenn die neuen Besucher des Baggersees respektive ,,Neu-Fans" dann auch noch hingehen und behaupten, wie viel besser doch auch das neue Zeug im Vergleich zum alten, rumpeligen Müll ist. Man sollte die Altwerke alleine deshalb in Ehren halten, weil sie erst der Grundstein waren und wir alle die Band ohne diese Alben erst gar nicht kennen würden. Weil sie darüber hinaus Alben waren, die Vorreiterfunktion besaßen, einmalig waren - welches Album kann das heutzutage noch von sich behaupten? Die Zeit, in der solche Alben entstanden, ist vorbei. Heutzutage ist alles schon einmal dagewesen und alles somit nur noch ein mal mehr, mal weniger guter Aufguss.
Und ist es in der Tat so schwer zu sehen, dass die ersten Scheiben einer Metal-Band - speziell im härteren Bereich - in 95% der Fälle immer die besten/wegweisendsten/enthusiastischsten/usw. sind?
In den Anfangstagen sind vielleicht die spielerischen Fähigkeiten einer Band noch nicht so berauschend, aber der absolute Enthusiasmus gleicht das mehr als aus - ich nenne es so gerne den ,,Spirit der Anfänge". Klar können Bands auch noch nach zehnjährigem Bestehen starke Alben veröffentlichen, aber in aller Regel kommen diese nicht an Album eins, zwei, drei heran. Ich könnte hier jetzt unzählige Beispiele dafür nennen, aber ich versuche es einmal mit einigen wenigen:
• Bathory: Die wirklich guten Alben („Under the sign of the black Mark“, „Blood, fire, death“, „Blood on ice“, „Hammerheart“) sind alle in den Achtzigern bzw. frühen Neunzigern aufgenommen wurden, die neueren Alben waren ja dann nicht mehr so der Knaller
• Darkthrone: „A blaze in the northern sky“ und „Under a funeral moon“ sind Black Metal-Geschichte, danach gabs zwar auch noch gute Alben, aber die genannten sind unereicht (ja, mir gefallen auch die neuesten Darkthrone-Scheiben, trotzdem)
• Dimmu Borgir: „For all tid“ und „Stormblast“ waren zwei großartige Werke des atmosphärischen Black Metals, danach verwässert...
• Entombed: „Left hand Path“ und „Clandestine“ sind absolute Referenzwerke - was danach kam, konnte nicht mithalten (auch wenns gute Musik ist...)
• Enslaved: „Hordanes Land“, „Vikingligr Veldi“ und „Frost“ sind Klassiker - was danach kam, konnte nicht mithalten (Finden wirklich Leute Alben wie „Isa“ oder „Ruun“ gut?)
• Impaled Nazarene: „Tol cormpt norz norz norz“, „Ugra Karma“ und für die aufgeschlossenen auch „Suomi Finland Perkele“ sind die Werke, kam danach noch irgendwas Nennenswertes?
• Katatonia: Einst genialster Black/Death-Doom („Dance of December souls“), heutzutage Melo-Rock/Pop für Emos...ohne Worte (jaja, ist heute große Kunst, die sich mir als engstirnigem Musikfaschisten einfach nicht erschließt. Aber ich gebe zu: „Cold Ways" von der „Discouraged Ones“ hatte was - aber das war 1998 wohl noch die letzte Nachwehe der genialen Anfänge.)
• Metallica: „Kill em all“ voller Enthusiasmus, danach noch drei (sehr) gute Alben - und nun seit 20 Jahren Ebbe (jaja, „Death Magnetic“...höchstens ein halbwegs gelungener Aufguss)
• My dying Bride: „As the flower withers“ und die EPs waren stark, „Turn loose the swans“ das Überalbum - und heutzutage liefert man im Zwei-Jahres-Rhythmus immer wieder einen lauwarmen Aufguss davon ab.
• Paradise Lost: „Gothic“, „Shades of God“ und „Icon“ waren genredefinierende Meilensteine, nun ist man seit 14 Jahren damit beschäftigt, sich selbst wiederzufinden
• Satyricon: „Dark medieval times“ und mit leichten Abstrichen „The Sadowthrone“ waren zwei äußerst starke Werke, heute fabriziert man stumpfe, identitätslose Einheitskost, die mit der alten Attitüde so gar nichts mehr gemein hat.
• Slayer: siehe Metallica
• Sodom: „Obsessed by Cruelty”, „Persecution Mania”, „Agent Orange” - was danach kam...
• Type O Negative: „Slow, deep and hard“ war genial, „Bloody Kisses“ hatte auch irgendwas - was danach kam, war zwar ordentlich, aber wirklich brauchen tut man es nicht mehr.
und und und...
Warum aber ist das nur (m)ein subjektiver Eindruck, warum bevorzugen im Metal-Bereich einige die ersten Alben einer Band, andere wiederum die neueren? Ich denke, die Antwort ist relativ einfach: Manche möchten einfach nur von (guter) Musik unterhalten werden, anderen ist der Geist, der ,,Spirit" in der Musik eben auch sehr wichtig oder sogar das Wichtigste. Diejenigen, die unfähig sind, diesen Geist, der in der Musik lebt, zu spüren, denen gefällt dann eben das Neue, sauber produzierte, glatt geschliffene Neue weitaus besser.
Es hat wohl zudem viel mit dem Lebensalter, in dem man gewisse Alben entdeckt hat. Das Zeug, das man mit 15, 16, 17, 18 oder 19 Jahren gehört hat, das prägt einen und damit verbindet man zudem so viele Dinge, eine spannende und wilde Zeit - und diese Scheiben waren eben der Soundtrack dazu.
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Freitag, 8. Mai 2009
Von Zensur und Verboten
am Freitag, 8. Mai 2009, 01:10 im Topic 'Gesellschaft'
Vor wenigen Wochen erst hat der „freiheitlichste Staat, den es je auf deutschem Boden gab“ unter dem Deckmäntelchen des medienwirksamen Kampfes gegen Kinderpornographie der Internetzensur in Deutschland Tür und Tor geöffnet.
Jetzt folgt der nächste populistische Streich der Damen und Herren der Großen Koalition: Man will das Paintballspielen verbieten, weil man damit angeblich das Töten lernt. Ja, bravo! Wie sieht es mit Boxen und all den anderen Kampfsportarten aus? Fechten? Oder nein, gar erst Ritterspiele? Sowas gucken sich schon die Kleinsten an und es macht bestimmt ganz fürchterlich aggressiv und was man da so alles sieht, stählerne Krieger, Mord und Totschlag, Menschenskinder, das ist ja die reinste Schablone für das nächste arme, durchdrehende Lichtlein.
Fast schon gebetsmühlenartig möchte ich wieder rhetorisch fragen: Braucht unsere verkommene Gesellschaft nicht etwas ganz anderes als Verbote, Verbote und noch mehr Verbote?
(Ich möchte an dieser Stelle auch auf den Eintrag „Erosion des Privaten – Der Weg zum Einheitsmenschen“ vom Mai 2008 verweisen, in dem es sich auch um staatliche Verbote dreht.)
Jetzt folgt der nächste populistische Streich der Damen und Herren der Großen Koalition: Man will das Paintballspielen verbieten, weil man damit angeblich das Töten lernt. Ja, bravo! Wie sieht es mit Boxen und all den anderen Kampfsportarten aus? Fechten? Oder nein, gar erst Ritterspiele? Sowas gucken sich schon die Kleinsten an und es macht bestimmt ganz fürchterlich aggressiv und was man da so alles sieht, stählerne Krieger, Mord und Totschlag, Menschenskinder, das ist ja die reinste Schablone für das nächste arme, durchdrehende Lichtlein.
Fast schon gebetsmühlenartig möchte ich wieder rhetorisch fragen: Braucht unsere verkommene Gesellschaft nicht etwas ganz anderes als Verbote, Verbote und noch mehr Verbote?
(Ich möchte an dieser Stelle auch auf den Eintrag „Erosion des Privaten – Der Weg zum Einheitsmenschen“ vom Mai 2008 verweisen, in dem es sich auch um staatliche Verbote dreht.)
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Donnerstag, 7. Mai 2009
„Paradise Lost - Drown in Darkness - The early Demos" kommt
am Donnerstag, 7. Mai 2009, 16:45 im Topic 'Musik'
Während Paradise Lost derzeit noch am im September 2009 erscheinenden Nachfolger zum 2007 veröffentlichten Album „In Requiem“ arbeiten, wurde nun bekannt, dass die alten Demos der Band, namentlich „Paradise Lost”(1988) und „Frozen Illusion”(1989), unter dem Titel „Drown In Darkness – The Early Demos” am 25. Mai 2009 erstmals offiziell neu veröffentlicht werden.
Auch werden sechs Liveaufnahmen des “Plains Of Desolation“-Bootlegs vom März 1989 enthalten sein. Dazu gibt es exklusive Liner Notes von Nick Holmes und ein „vinyl replica packaging", was auch immer das sein mag.
Sämtliche Lieder wurden für die Neuveröffentlichung digital überarbeitet, so äußerte sich nun Gitarrist Greg Mackintosh dazu:
„Tja, was kann ich zur Wiederveröffentlichung unserer Demos sagen? Damit erscheint nun eine Reise in die tiefsten, dreckigsten Abgründe unserer Anfangstage. Sie sind definitiv nicht besonders gut produziert, aber sie repräsentieren die unverfälschte Ehrlichkeit einer sehr aufregenden Zeit im britischen und europäischen Heavy Metal-Underground. Wir fanden die Demos immer besser als das erste Album, weil sie besser auf den Punkt brachten, in was für einem stilistischen Chaos wir damals wüteten. Hoffentlich schätzt ihr diese Aufnahmen als das, was sie sind – das urzeitliche Fundament von Gothic Metal!”
[Quelle: Century Media]
Die Tracklist liest sich folgendermaßen:
01. Drown In Darkness
02. Internal Torment
03. Morbid Existence
04. Paradise Lost
05. Internal Torment
06. Frozen Illusion
07. Internal Torment [live]
08. Our Saviour [live]
09. Plains Of Desolation [live]
10. Drown In Darkness [live]
11. Paradise Lost [ive]
12. Nuclear Abomination [live]
Tja, wer auf Old School Doom-Death steht und die Demos nicht zufällig irgendwie haben sollte: Es lohnt sich!
Auch werden sechs Liveaufnahmen des “Plains Of Desolation“-Bootlegs vom März 1989 enthalten sein. Dazu gibt es exklusive Liner Notes von Nick Holmes und ein „vinyl replica packaging", was auch immer das sein mag.
Sämtliche Lieder wurden für die Neuveröffentlichung digital überarbeitet, so äußerte sich nun Gitarrist Greg Mackintosh dazu:
„Tja, was kann ich zur Wiederveröffentlichung unserer Demos sagen? Damit erscheint nun eine Reise in die tiefsten, dreckigsten Abgründe unserer Anfangstage. Sie sind definitiv nicht besonders gut produziert, aber sie repräsentieren die unverfälschte Ehrlichkeit einer sehr aufregenden Zeit im britischen und europäischen Heavy Metal-Underground. Wir fanden die Demos immer besser als das erste Album, weil sie besser auf den Punkt brachten, in was für einem stilistischen Chaos wir damals wüteten. Hoffentlich schätzt ihr diese Aufnahmen als das, was sie sind – das urzeitliche Fundament von Gothic Metal!”
[Quelle: Century Media]
Die Tracklist liest sich folgendermaßen:
01. Drown In Darkness
02. Internal Torment
03. Morbid Existence
04. Paradise Lost
05. Internal Torment
06. Frozen Illusion
07. Internal Torment [live]
08. Our Saviour [live]
09. Plains Of Desolation [live]
10. Drown In Darkness [live]
11. Paradise Lost [ive]
12. Nuclear Abomination [live]
Tja, wer auf Old School Doom-Death steht und die Demos nicht zufällig irgendwie haben sollte: Es lohnt sich!
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